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Die Patientenrechte bei Behandlungsfehlern

Auch in der modernen, hochtechnisierten Medizin kommt es immer wieder vor, dass Patienten falsch behandelt werden und dadurch Schmerzen oder einen dauerhaften Schaden an der Gesundheit erleiden.
In der Tat kann jede fehlerhafte ärztliche Behandlung, sei es im Krankenhaus oder in der Praxis eines niedergelassenen Arztes, bleibende Gesundheitsschäden verursachen. Für die betroffenen Patienten bedeuten diese erhebliche körperliche Nachteile, sowohl in psychischer als auch in physischer Hinsicht. Neben der ärztlichen Sorgfaltspflicht können hier auch Fehldiagnosen, eine unvollständig übersetzte Behandlungsdokumentation, ein Aufklärungsfehler und die nicht nach den Regeln der medizinischen Heilkunde erfolgte Behandlung betroffen sein.
Werden diese Pflichten durch das Krankenhaus oder einen einzelnen Arzt verletzt, und entsteht dem Patienten deshalb ein Schaden, dann ist der Verursacher zum Ersatz des Schadens verpflichtet. Der Schadensersatz kann die entstehenden Pflegekosten, Kosten der medizinischen Erholung, Schmerzensgeld, Verdienstausfall, oder sogar eine Rente wegen Berufsunfähigkeit oder Erwerbsunfähigkeit umfassen. Behandlungsfehler können auch durch mangelhafte Aufklärung oder durch ein sogenanntes Organisationsverschulden verursacht werden.
Auch ein zertifiziertes Qualitätsmanagement bietet keine Gewähr dafür, dass Behandlungsfehler überhaupt nicht mehr vorkommen. Nach deutschem Medizinrecht muss ein Schadensersatz gewährt werden, wenn der Arzt irgendwelche Pflichten verletzt hat. Ob ein solcher Fall vorliegt, kann ein auf die Rechte der Patienten spezialisierter Anwalt relativ leicht ermitteln. Dazu wird entweder ein medizinisches Gutachten erstellt, oder die Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen wird eingeschaltet.
Eine Häufung von Behandlungsfehlern in den letzten Jahrzehnten ist nicht anzunehmen. Vielmehr ist die Aufklärung der Patienten verbessert worden, aber auch der Anspruch an eine hochwertige Heilbehandlung ist insgesamt gestiegen.
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